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Unsere Campingausrüstung – inkl. Packliste für einen Zelturlaub mit Kindern

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Beim Zelten mit Kindern ist es gar nicht so einfach auf das Nötigste zu reduzieren aber gleichzeitig auch alles Wichtige dabei zu haben.  Wir haben über viele Jahre unsere Campingausrüstung optimiert, aber immer wieder feststellen müssen, dass es gar keine perfekte Ausrüstung gibt. Jeder Urlaub ist anders und nicht nur das Wetter entscheidet über die „richtige“ oder „falsche“ Ausrüstung. Heute möchte ich euch unsere grundsätzliche Campingausrüstung vorstellen, die wir seit vielen Jahren nutzen, und die sich über die Jahre bewährt hat. Zusätzlich könnt ihr euch eine Packliste für euren nächsten Campingurlaub kostenfrei herunterladen. Unsere Packliste ist keine Packliste, die auf jede Familie passgenau zugeschnitten ist. Sie bezieht sich auf das, was wir in der Regel dabeihaben und was sich für uns über die Jahre hin bewährt hat. Bei manchen Gegenständen liefere ich eine kurze Erklärung, warum wir diese dabei haben, zum besseren Verständnis. Bei Ausrüstungsgegenständen, die wir über die Jahre dem Alter der Kinder angepasst haben, stelle ich jedes Ausrüstungsteil im einzelnen vor und gebe an bis zu welchem Alter wir dies genutzt haben. Wenn ich einen Outdoor-Hersteller erwähne, dann nur deshalb, weil wir diese Marke eben haben/hatten und ich von ihr überzeugt bin. Bei diesem Artikel handelt es sich nicht um Affiliate-Marketing, d.h. wir stehen mit keiner der genannten Firmen in einem Vertragsverhältnis. Ich schreibe schon immer unabhängig, und denke, dass das noch sehr lange so bleiben wird. Dennoch muss ich aus rechtlichen Gründen darauf hinweisen, dass es sich bei diesem Artikel (im weitesten Sinne) um „Werbung“ handelt.

Unsere Camping-Ausrüstung sowie Campingküche ist für Fahrradreisen konzipiert und besteht in der Regel aus hochwertigem Outdoor-Equipment. Daneben besitzen wir auch einige günstige Camping-Gegenstände (die sogenannte Supermarkt-Variante),  die wir unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls nutzen. Wenn wir mit dem Pkw unterwegs sind (was selten vorkommt), packen wir auch schon mal ein bisschen mehr ein. Bei Radtouren allerdings ist der Platz begrenzt, ebenso das Gewicht, weshalb wir auf Radtouren immer unsere hochwertige – weil leichtere – Camping-Ausrüstung dabeihaben. Diese ist auf ein minimales Gewicht und maximalen Komfort ausgelegt. Es handelt sich aber nicht um eine UL-Ausrüstung (UL=ultraleicht), wie sie beim Wandern nötigt ist. In dieses Thema arbeite ich mich gerade erst ein und werde zu gegebener Zeit einen Artikel über unsere UL-Wanderausrüstung schreiben.

Unsere Campingausrüstung (Grundausstattung)

  • Das Zelt (Beim Zelt sind wir ziemlich kompromisslos. Viele Jahre kam für uns nur ein einziges Zelt Infrage, und es gab auf dem Outdoormarkt lange keine wirkliche Alternative, welche ein maximales Platzangebot und einen hohen Komfort mit einem unschlagbar niedrigen Gewicht vereinte. Das Hilleberg Keron 4 GT (4,5 kg) ist uns auch heute noch ein ständiger Begleiter, selbst wenn wir mittlerweile Zelte anderer Hersteller getestet und sie für gut befunden haben. Aus Erfahrung haben Tunnelzelte das größere Platzangebot und sind somit komfortabler.)

    Unser Hilleberg Keron 4 GT begleitet uns seit vielen Jahren zuverlässig

  • Heringe und Zeltabspannleinen (Hier nehmen wir nie den gesamten Lieferumfang mit und sparen uns somit ein paar Gramm ein.)
  • Zeltunterlage (haben wir eigentlich immer dabei, allerdings eine einfache Plastikplane vom Baumarkt und nicht die Original-Zeltunterlage des Herstellers.)
  • Isomatten (wir verwenden seit vielen Jahren selbstaufblasbare Isomatten verschiedener Hersteller. Diese wiegen zwischen 700 und 800 Gramm pro Matte. Sehr zufrieden sind wir mit den Matten der Fa. Therm-a-Rest. Aktuell teste ich UL-Luftmatratzen, damit unsere Ausrüstung wandertauglich wird. Die Testphase läuft noch.)
  • Lammfell (Ein Lammfell war die erste Isomatte unserer Kinder, als diese noch ganz klein (bis ca. 1,5 Jahre) waren.)
  • Schlafsäcke (Bei unseren ersten Reisen trugen unsere Kinder noch ihre Baby-Schlafsäcke von zuhause plus den warmen Einsatz des  Kinderwagens, wenn es aufgrund niedriger Temperaturen nötig war. Als unsere Kleinste 2 Jahre alt wurde, kauften wir für unsere Kinder zwei hochwertige 3-Jahreszeiten-Outdoorschlafsäcke für Kinder von den Marken Ajungilak und Deuter, die wir dank unserer Weltreise ausgiebig nutzen konnten. Als unser Großer 7 Jahre alt wurde, kauften wir nochmals einen Deuter Starlight EXP mit einer Verlängerungsmöglichkeit von bis zu 1,70 m und anschließend gleich den ersten Erwachsenenschlafsack (in schmal geschnittener Damengröße). Wir nutzen hauptsächlich Kunstfaser-Schlafsäcke mit einem relativ niedrigen Komfort-Temperaturbereich zwischen +6 und +/- 0 Grad, damit wir sie auch im Frühjahr oder Herbst nutzen können.
  •  Kopfkissen (Outdoor-Kopfkissen nutzten wir in den ersten Jahren überhaupt nicht. Erst als sich diese sich auf dem Outdoormarkt etablierten, legten wir uns günstige Outdoor-Kopfkissen verschiedener Hersteller zu. So wirklich zufrieden waren wir damit allerdings nicht, weshalb wir wieder dazu übergingen uns auf unsere Fleecepullover zu betten. Heute nutzen wir selbst genähte Kissenbezüge, gefüllt mit unserer Ersatzkleidung. (Gewichtsersparnis!)
  • Campingstühle (besaßen wir lange nicht, bis ich meinen ersten Helinox Campingstuhl geschenkt bekam. Ein wirklich leichtes (900 g), kompaktes und sehr bequemes Camping-Equipment. Heute besitzt jedes Familienmitglied einen solchen Campingstuhl, und wir haben sie sogar auf unseren Radtouren immer mit dabei, seit die Kinder ihr Gepäck selbst tragen. Diesen Komfort möchte ich als alternde Outdoormutti nicht mehr missen!)

    Mit diesen Campingstühlen macht das Abenteuer richtig Spaß!

  • Campingtisch (Einen Campingtisch (plus passende Klappstühle) haben wir nur dabei, wenn wir mit dem Auto unterwegs sind. Hier tut es für uns die günstige Kaufhaus-Variante)
  • Picknickdecke (isolierend) (Eine isolierende Picknickdecke haben wir immer dabei, die wir als Schmutzsperre in unsere großzügige Apside legen. Daneben dient sie uns in ihrer eigentlichen Bestimmung und als Familiendecke bei Schwimbadbesuchen unterwegs.
  • Campinglampe (Kopflampe) (Als nächtliche Lichtspender dienen uns schon immer Kopflampen der Fa. Petzl. Diese sind klein, leicht (ca. 100 g) und sehr praktisch.

Unsere Campingküche

  • Kocher (Seit vielen Jahren besitzen wir einen MSR WhisperLite Benzinkocher und sind damit sehr zufrieden. Daneben haben wir noch einen kompakten und günstigen Gaskocher für Outdoor-Gaskartuschen (Primus, Optimus), den wir bei Flugreisen gerne nutzen.
  • Topfset (Unser Edelstahl-Topfset ist ebenfalls von der Fa. MSR, bestehend aus zwei Töpfen, einem Deckel und einem Griff. Daneben besitzen wir noch einen einzelnen Minitopf (1 l) aus Aluminium mit Deckel, den wir vorzugsweise bei Wanderungen dabeihaben.
  • Pfanne (Unsere Edelstahl-Pfanne der Fa. MSR ist zwar praktisch, dennoch haben wir diese aus Gewichtsgründen selten dabei.)
  • Thermoskanne (Dieser Ausrüstungsgegenstand hat sich für uns über die Jahre sehr bewährt. Das zusätzliche Gewicht von ca. 350 g nehmen wir gerne in Kauf. Es gibt nichts schöneres an kalten oder verregneten Tagen seinen Kindern mit einem warmen Tee ein dankbares Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Bewährt haben sich für uns gängige Marken aus dem Bereich der Haushaltswarenhersteller, und keine Outdoormarken. Wer hier auf Gewicht achten möchte, sollte auf Basic Schraubverschlüsse setzen, da diese immer leichter sind.
  • Teller und/oder (Müsli-)Schalen (Teller und gleichzeitig Müslischalen haben wir nie dabei. Auf Radtouren nutzen wir ausschließlich stapelbare Müslischalen oder Näpfe aus dem Outdoorbereich.)
  •  Besteck (hier benutzen wir kein spezielles Campingbesteck, sondern das etwas kleinere Edelstahl-Kinderbesteck aus den Tagen, als unsere diese noch täglich nutzen. Sie sind ein wenig kompakter und leichter als herkömmliches Besteck. Mit Plastikbesteck diverser Outdoorhersteller haben wir keine guten Erfahrungen gemacht. Lediglich das Besteck der Fa. Tupperware hat sich für uns über die Jahre bewährt. Auch nutzen wir auf Reisen ausschließlich Gabel und Löffel. Als Messer reicht uns das Multifunktions-Taschenmesser.  
  • Trinkbecher (Einen Trinkbecher haben wir ebenfalls für jedes Familienmitglied dabei. Wir nutzen wahlweise Edelstahl-Thermobecher, einfache Edelstahlbecher mit Griff und stapelbare Plastikbecher der Fa. Tupperware, mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben.
  • Taschenmesser (Ein Taschenmesser mit allen nur erdenklichen Funktionen haben wir auf jeder Reise dabei.)
  • Schneidebrett (Um unser Kochgeschirr zu schonen, habe ich zum Schnippeln von Lebensmittel gerne ein herkömmliches Schneidebrett dabei.)
  • Spülmittel und Schwamm (Ein kleines Spüli und ein rauer Spülschwamm (geviertelt) haben wir ebenfalls immer dabei.
  • Trockentuch (Ein mittelgroßes Tuch hatten wir zu Kleinkindzeiten eigentlich immer im Gepäck. Hat sich hervorragend auch als Lätzchen bewährt (mit Wäscheklammer im Nacken fixiert). Heute verzichten wir meist darauf und lassen unser Geschirr an der Luft trocknen.)
  • faltbare Outdoorschüssel (seit einigen Jahren besitzen wir faltbare Outdoor-Schüsseln verschiedener Hersteller und Größen. Diese sind super praktisch bei einem Campingurlaub und können für alles mögliche eingesetzt werden (Wassertransport, Spülen, Waschen von Kleidung, Ausrüstung und Kinder, Einkaufskorb usw.)

Nützliche Kleinigkeiten

  • Feuerzeug/Streichhölzer (Für die Benutzung des Kochers ist ein Feuerzeug unabdingbar und auch sonst ist es hin und wieder ein brauchbares Tool auf Campingtrips.)
  • Ziploc-Beutel (für Lebensmittel, Hygieneartikel oder andere Ausrüstungsgegenstände sehr zu empfehlen.)
  • Wäscheklammern (eine Hand voll Wäscheklammern haben wir eigentlich immer im Gepäck.)
  • Sicherheitsnadeln
  • Abdichtband (Ein Abdichtband haben wir schon hin und wieder zum Reparieren diverser Ausrüstungsgegenstände benötigt. Einfach sinnvoll!
  • Toilettenpapier ( In den letzten Jahren hat sich Toilettenpapier auf Campingplatz-Toiletten etabliert. Das war nicht immer so. Zur Sicherheit haben wir immer ein bisschen dabei, falls wir einmal auf einen Campingplatz ohne Toilettenpapier treffen.)

Ohrenstöpsel 🙂 (Das ist mein persönliches Equipment, auf das ich mit zunehmendem Alter nicht mehr verzichten kann/möchte. Früher konnte ich immer und überall einschlafen. Heute geht das nicht mehr so einfach, gerade auf Campingplätzen, auf denen es sehr laut zugeht. Für Menschen, die diesbezüglich ebenfalls empfindlich sind, kann ich sie auf jeden Fall empfehlen. So, das war sie unsere Campingausrüstung, die wir seit über siebzehn Jahren nutzen und sie wir im großen und ganzen über die Jahre nur unwesentlich verändert haben. Manche Ausrüstungsgegenstände kamen hinzu und andere dagegen haben wir mit der Zeit wegrationalisiert. Ich hoffe, wir konnten euch damit eine kleine Hilfestellung geben, was man auf einem Campingurlaub dabei haben kann/sollte.

Und hier gibt es das Ganze nochmal als Packliste zum Downloaden →

Diese Packliste ist eine Ergänzung zu unserer umfangreicheren Packliste für Radtouren mit Kindern, die ihr hier herunterladen könnt →

Zu Fragen zu den Packlisten stehe ich natürlich gerne jederzeit zur Verfügung und freue mich selbstverständlich auch über Anregungen. Was habt ihr auf euren Campingreisen dabei? Was ist für euch unabdingbar? Ich freue mich, wenn ihr es uns in einem Kommentar mitteilt.  

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