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Unsere zehn schönsten Naturparks im Westen der USA

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Unsere zehn schönsten Naturparks im Westen der USADie vereinigten Staaten von Amerika gehören für uns zu den landschaftlich schönsten Ländern der Erde. Diese Vielfältigkeit an atemberaubender Naturschönheit und geologischer Besonderheiten in einem einzigen Land findet man weltweit kaum. Selbstverständlich sind die USA ein großflächiges Land, das landschaftlicher Vielfalt jede Menge Raum bietet, aber dennoch konzentrieren sich gerade im schönen und wilden Westen landschaftliche Herrlichkeiten, die außerhalb des Kontinents ihres Gleichen suchen.

Wir haben zahlreiche National- und State Parks im Westen der USA besucht und möchten euch heute unsere persönlichen zehn schönsten Naturparks im Westen der USA vorstellen sowie erklären, warum uns gerade diese zehn besonders gut gefallen haben, und weshalb es sich lohnt sie mit Kindern zu entdecken.

Der Glacier National Park in Montana Glacier National Park in Montan

Der durch die Landesgrenze zu Kanada geteilte National Park im Norden Montanas ist ein hochalpiner Naturpark und Teil der Rocky Mountains. Die Gletscher, welche dem außerordentlich schönen und alpinen Nationalpark seinen Namen gaben, sind in den letzten Jahren leider fast vollständig verschwunden. (Soviel zum nicht existierenden Klimawandel, Herr Trump! Entschuldigung – aber die Anmerkung konnte ich mir an dieser Stelle nicht verkneifen 😉  )

Der Glacier National Park, von zahlreichen Seen und Flüssen durchzogen, bietet viele schöne Wanderwege abseits der Touristenströme. Im Westen des Parks am Flathead River werden Schlauchboottrips für Einsteiger (oder Familien) angeboten – ein abenteuerlicher Spaß für Kinder.

Am spektakulärsten ist die Fahrt durch den Park auf der „Going-to-the-Sun-Road“, die im Hochsommer jedoch hoffnungslos überfüllt ist. Größere Wohnmobile sind auf dieser Strecke nicht zugelassen und selbst mit kleinen Campingmobilen ist die Fahrt bei starkem Verkehrsaufkommen eine Herausforderung. Gott sei Dank waren wir damals nur mit einem PKW unterwegs und konnten die Fahrt uneingeschränkt genießen.

Was uns an diesem Naturpark besonders gut gefallen hat:

Abseits der Hauptroute kann man viele kurze und schöne Wanderungen bzw. Spaziergänge unternehmen, die oft nicht länger als eine oder zwei Stunden in Anspruch nehmen, was ideal für Familien mit kleinen Kindern ist.

Der Yellowstone National Park in Wyoming Der Yellowstone National Park in Wyoming

Der Yellowstone National Park ist meine persönliche Nummer 1 unter den amerikanischen National Parks (neben dem Bryce Canyon, versteht sich!). Seine unglaubliche Größe und Weite haben es mir sofort angetan. Der auf einem Hochplateau auf 2.000 m Höhe liegende Naturpark übt mit seinen unendlichen Weiten eine unglaubliche Anziehungskraft auf den Besucher aus. Daneben verfügt er über zahlreiche Naturwunder wie Geysire, heiße Quellen, außergewöhnliche geologische Gesteinsformationen, atemberaubende Wasserfälle und Canyons. Selbst die Fauna kommt nicht zu kurz. Bisons, Wölfe und Bären sind hier zuhause, und die Chance sie zu sehen ist gar nicht so schlecht.

Hinweis: Im Sommer ist der Yellowstone National Park touristisch stark überlaufen. Wer im Park übernachten möchte, muss sehr früh am Morgen anreisen. Es gilt das in den National Parks häufig praktizierte first-come, first-served System (zu Deutsch: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!). Durch seine Höhe kann es im National Park auch im Hochsommer sehr kalt sein. Wir hatten sogar einmal das Vergnügen mit Neuschnee. Wintertaugliche Campingausrüstung ist zu empfehlen.

Was uns an diesem Naturpark besonders gut gefallen hat:

Eigentlich alles! Der Naturpark Yellowstone ist einfach der Hammer! (ganz plump formuliert) Man könnte als Reisender viele Wochen hier verbringen und würde jeden Tag aufs Neue überrascht werden. Wir haben den Yellowstone National Park sehr genossen und in unser Herz geschlossen. Einfach ein Traum, dieses Fleckchen Erde. Das Grand Prismatic Spring

Der Arches National Park in Utah Der Arches NP in Utah

Der Arches National Park im Osten von Utah ist ein eher kleiner National Park, der jedoch auf seiner – für amerikanische Verhältnisse – kleinen Fläche zahlreiche faszinierende Naturwunder zu bieten hat. Im Arches National Park kann man – wie der Name schon vermuten lässt – viele verschiedene, von der Natur geformte Steinbögen bewundern. Leider ist auch dieser Naturpark im Sommer voller Touristen und man wird die Naturwunder keineswegs alleine genießen können. Zur Hauptreisezeit im Park zu übernachten ist ohne Reservierung so gut wie ausgeschlossen. Wen die Touristenströme nicht abschrecken, der erlebt – am Besten am frühen Morgen oder späten Abend – faszinierende Naturwunder, wie es sie in dieser konzentrierten Form nirgends auf der Welt gibt.

Was uns an diesem Naturpark besonders gut gefallen hat:

Die einzige Stichstraße des Parks führt meist direkt an den verschiedenen Arches vorbei. Selten muss man eine größere Wanderung unternehmen, um die bizarr geformten und oft spektakulären Steinbögen bewundern zu können. Lediglich im Devils Garden und zum Delicate Arch bedarf es einer kurzen Wanderung (beide jedoch unter 10 km Gesamtlänge). Diese beiden Wanderungen sind jedoch das Highlight des Arches National Park. Aufgrund der kurzen Wege befinden wir den Arches National Park als ein Naturpark, den man sehr gut auch mit kleinen Kindern entdecken kann.

Der Canyonlands National Park in UtahDer Canyonlands National Park

Meinem Blogkollegen Volker hat der Canyonlands National Park (Island in the Sky District) besonders gut gefallen, der weit weniger touristisch frequentiert ist als sein kleiner Nachbar, der Arches National Park. Das mag daran liegen, dass der Park in einer Sackgasse liegt und die gut 50 Kilometer lange Fahrt vom Park zum Highway und weiter zur nächsten Stadt (Moab) ca. eine Stunde Zeit in Anspruch nimmt. Der Colorado River windet sich durch diesen – an spektakulären Ausblicken reichen – National Park. Aussichtspunkte wie die „Himmelsinsel“ bieten unglaubliche Ausblicke auf weitläufige und zerklüftete Canyonlandschaften. Es geht hier gemächlicher zu als in vielen anderen Naturparks des Westens. Ein weiterer Vorteil sind die kurzen Wanderwege, die sich auch für Familien mit Kindern eignen.

Was uns an diesem Naturpark besonders gut gefallen hat:

Die gute Anbindung und Nähe zu anderen Naturparks. Der Canyonlands National Park bietet zwischen den stärker besuchten Naturparks im Osten und vor allem im Westen eine Oase der Ruhe und Entspannung.

Der Dead Horse Point State Park in UtahDer Dead Horse State Park

Dieser kleine State Park ist eigentlich Teil des großen Canyonlands National Park. Mein Blogkollege Volker hat dieses einsame und faszinierende Fleckchen Erde mit seiner Familie sehr genossen. Atemberaubende Ausblicke, ein wunderschön gelegener Picknickplatz und ein erstklassiger Campingplatz zeichnen diesen Naturpark aus.

Was uns an diesem Naturpark besonders gut gefallen hat:

Der Dead Horse Point State Park ist ein sehr kleiner Naturpark, den man mal so eben im Vorbeigehen, z. B. für eine längere Mittagspause, besuchen kann, aber dennoch tief beeindruckt wieder verlässt.

Der Capitol Reef National Park in UtahDer Capitol Reef National Park

Der Capitol Reef National Park, westlich vom Canyonlands National Park gelegen, ist kein Nationalpark, der einen sofort und unmittelbar mit seinen monumentalen Reizen überwältigt. Er will vielmehr entdeckt werden. Gerade diese Tatsache machte den Capitol Reef National Park für meinen Blogkollegen Volker zu einem seiner schönsten Naturparks im Westen der USA.  Zahlreiche kurze Wanderwege geben dem Wanderer die Möglichkeiten viele dieser versteckten Naturschönheiten zu entdecken.

Was uns an diesem Naturpark besonders gut gefallen hat:

Der Capitol Reef National Park ist ein Kleinod der Nationalparks im Westen der USA. Ebenso wie im Arches National Park kann man hier imposante Steinbögen und Felsformationen bewundern, die man auf verschiedenen, kurzen Wanderungen allerdings erst entdecken muss. Dies macht ihn zu einem unaufgeregten und ehrlichen – aber reizvollen – Ort, der neben den Canyonlands einer der Lieblingsorte von Volker ist in einer langen Reihe an Naturwundern im Westen der USA.

Der Bryce Canyon National Park in Utah Der Bryce Canyon in Utah

Der Bryce Canyon zählt neben dem Grand Canyon zu den spektakulärsten Naturparks im Westen der USA. Dieses Prädikat trägt der Bryce Canyon nicht zu unrecht. Auf einer Länge von ca. 40 Kilometern kann man zu Hunderten (wenn nicht gar Tausenden) bizarr geformte Felsformationen aus erodiertem Sandstein – Hoodoos genannt – bestaunen. Die bezaubernde sowie skurrile Kulisse wirkt wie aus einer fremden Welt. Von den verschiedenen Aussichtspunkten aus genießt man atemberaubende Blicke in den Canyon. Noch spektakulärer sind die Wanderungen in diese geologische Wunderwelt hinein, wie beispielsweise auf dem Navajo Loop Trail. Alle Wanderungen im Bryce Canyon haben eine angenehme Länge von unter 10 Kilometern und sind selbst mit kleinen Kindern gut zu begehen.

Was uns an diesem Naturpark besonders gut gefallen hat:

Wie schon erwähnt ist der Bryce Canyon für mich der schönste Naturpark der USA (neben dem Yellowstone). Diese außergewöhnliche Landschaft hat mich ungläubig staunen lassen und tief beeindruckt. Leider ist auch der Bryce Canyon ein Touristenmagnet (aus gutem Grund!) und Übernachtungen auf den wenigen Campingplätzen im Park müssen reserviert werden. Sehr angenehm ist daher die kleine Siedlung, die man unweit des Nationalparks aus dem Boden gestampft hat. Sie bietet sehr gute Übernachtungsmöglichkeiten und eine hervorragende touristische Infrastruktur.

Der Zion National Park in Utah Der Zion National Park

Der Zion National Park im südlichen Utah gibt ein gänzlich anderes Bild ab als seine benachbarten Naturparks im Osten. Dieser Nationalpark kann mit viel Grün aufwarten und hat einen fast alpinen Charakter. Dieses üppig grüne Tal verdankt seine Existenz maßgeblich dem Virgin River, der quer durch den Zion National Park fließt und das Tal quasi durchschneidet. Beidseitig beeindrucken gewaltige, hoch aufstrebende und fast glatte Felswände den Besucher. Auf der acht Kilometer langen Wanderungen durch die Zion Narrows kann man diese Phänomen sehr eindrucksvoll erleben. Dafür darf man allerdings nicht wasserscheu sein, da der Wanderweg quasi direkt im Flussbett liegt. Ein grandioses Abenteuer, gerade für ältere Kinder und Jugendliche.

Was uns an diesem Naturpark besonders gut gefallen hat:

Der Zion National Park ist hoffnungslos überlaufen. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere aber ist, dass der Zion grandiose Landschaften und gleichzeitig eine sehr gut organisierte touristische Infrastruktur bietet. Besucht man den Zion National Park außerhalb der Hauptreisezeit (Juli-August) kann man einen der fantastischsten Naturparks der USA mit mehr Ruhe und weniger Touristen genießen.

Der Grand Canyon National Park in Arizona Der Grand Canyon North Rim

Der Grand Canyon ist für jeden Touristen, der den Westen der USA besucht ein absolutes Muss. Die riesige Schlucht ist das Aushängeschild des amerikanischen Westens und ein wahrer Besuchermagnet. Entsprechend stark besucht ist der südliche – besser erreichbare – Zugang zur großen Schlucht. Wir haben uns bei unserem Besuch für den weniger stark frequentierten nördlichen Zugang des Grand Canyons entschieden und dies nicht bereut. Von hier aus hat man eine weitere und bessere Sicht in die Tiefen des Grand Canyons, da die Abbruchkante nicht so abrupt verläuft als im Süden. Die meisten im Norden liegenden Campingplätze sind auch zur Hauptreisezeit nicht überlaufen. Mehrere Aussichtsplattformen bieten im Norden des Grand Canyons verschiedene Ausblicke und Fernsichten in den Canyon hinein.

Was uns an diesem Naturpark besonders gut gefallen hat:

Den Grand Canyon sollte man einfach gesehen haben, egal ob man sich nun für die Nord- oder Südseite entscheidet. Wir empfanden die Nordseite als sehr entspannt für die Hauptreisezeit und mussten nicht mit Besuchermassen um die besten Aussichts- und Fotografierplätze kämpfen. Landschaftlich ist der Grand Canyon ein Naturphänomen der Superlative. Ihn nicht gesehen zu haben ist einfach unverzeihlich.

Das Monument Valley in Arizona Das Monument Valley

Das Monument Valley im Grenzgebiet zu Utah ist weder ein Nationalpark noch wird er regional als State Park verwaltet, sondern unterliegt der Verwaltung der dort ansässigen Navajo Indianern. Sie nennen das Monument Valley „Monument Valley Tribal Park“. Die markanten Bergfelsen sind die letzten Überbleibsel einer vor vielen Jahrtausenden zusammenhängenden Hochebene. In zahlreichen Western (und auch Werbefilmen) spielten die spektakulären Monolithen die landschaftliche Hauptrolle, und fast jedes Kind kann die berühmten Felsmassive dem amerikanischen Landschaftsbild zuordnen. Auch wenn das Monument Valley ein wenig abseits der großen National Parks liegt, sollte man auf einen kurzen Abstecher hierher nicht verzichten. Diese typische und grandiose Wild-West- Szenerie – besonders beeindruckend am Morgen und Abend – ist der landschaftlicher Höhepunkt einer jeden Reise im Westen der USA.

Was uns an diesem Naturpark besonders gut gefallen hat:

Das Monument Valley gehört für uns zum Pflichtprogramm einer Reise im Westen der USA. Alleine die Fahrt von der Ortschaft Mexican Hat in das Valley hinein ist ein atemberaubendes Erlebnis, wenn sich die Straße schnurgerade ins Tal hineinschiebt und das weite Panorama mit den einzigartigen Felsformationen vor einem ausbreitet. Der vor drei Jahren wieder eröffnete Campingplatz direkt oberhalb der drei berühmten Monolithen gehört für uns zu den schönsten Campingspots ganz Amerikas. Spektakulärer und gleichzeitig einfacher kann man die landschaftliche Schönheit des amerikanischen Westens fotografisch nicht festhalten.

Das waren unsere schönsten zehn Naturparks im Westen der USA. Natürlich gibt es noch weitere landschaftliche Highlights und Naturparks, die wir noch nicht gesehen haben. Aber das allein ist ja schon ein Grund wiederzukommen. Findet ihr nicht auch?

Welchen Naturpark im Westen der USA hast du gesehen, und was ist dein persönlicher Schönheits-Favorit. Scheibe es uns in einem Kommentar! Wir freuen uns darauf! 

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