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Mit Kindern die Welt entdecken

Reisen mit Kindern im Nordosten der USA und Kanada – unsere 10 Reiseempfehlungen und was sich nicht wirklich lohnt

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1. New York City – the Big Apple

Unsere Rundreise durch den Nordosten der USA begann und endete in New York City, eine Stadt, die man auf jeden Fall für ein paar Tage besuchen sollte. Wir haben zu Beginn der Reise drei Tage in New York verbracht. Natürlich könnte man gut und gerne eine Woche und mehr im Big Apple verbringen, wenn da nicht diese verflixt beschränkte Reisezeit wäre. Auf jeden Fall ist New York City für uns ein klares „Das-muss-man-gesehen-haben“ für jeden Ostküsten-Reisenden. Weiterreichende Infos über New York findet ihr im meinem Reisebericht New YorkNew York City

2. Woodbury Common Outlets in New York State

Nach einem wehmütigen Abschied von New York City fuhren wir auf der Interstate 87 Richtung Norden. Wer auf dieser Straße unterwegs ist sollte unbedingt einen Stop im wohl größten Outlet Dorf machen, das die Welt je gesehen hat. Die Woodbury Common Premium Outlets in Central Valley zählen wirklich zu den schönsten und auch größten Outlets der Welt. Vom New Yorker zentralen Busbahnhof, dem Port Authorityaus starten täglich im Stundentakt Reisebusse, welche Kauflustige in einer 1,5 stündigen Fahrt in die ländliche Region von Central Valley kutschieren, um hier in einen wahren Kaufrausch zu verfallen. Selbst wir, die damit eigentlich so gar nichts am Hut haben, konnten uns dem überragenden Angebot von über 200 Markenläden nicht entziehen und shoppten alles zusammen, was wir tragen und in unserem kleinen Leihwagen verladen konnten. In Woodbury Common sind u.a. folgende Marken vertreten: Nike, Adidas, Timberland, Ugg Boots, Gap, Burberry, Gucci, Chanel, Prada, Hunter, True Religion, Dolce & Gabbana, Calvin Klein, Tommy Hilfiger, Boss, Columbia, Converse, Diesel, Disney Outlets, Ecco, Escada, und, und, und…..Hilfe! Ich krieg ’nen Shoppingflash. Eine Übersicht aller Stores in Woodbury Common findest du hier → Woodbury Common Stores Shopping in Woodbury

3. Die Green  Mountains in Vermont und White Mountains in New Hampshire

Auf unserer Weiterfahrt durch die nordamerikanische Prärie durchfuhren wie die Green Mountains, eine Bergkette der nördlichen Appalachen im Bundesstaat Vermont. Die Green Mountains sind der höchste Gebirgszug in diesem Bundesstaat und erstrecken sich über den gesamten Südwesten und das Zentrum Vermonts. Die ersten französischen Siedler, die sich in der Gegend niederließen, gaben dem von sanften Hügeln geprägte Gebirgszug den Namen „die grünen Berge„, weil das Klima dort milder ist als in den weiter östlich gelegenen White Mountains. Die meist mit Ahornwäldern bedeckten, sanften Anhöhen unterscheiden sich beträchtlich vom rauen Granitmassiv der White Mountains. Wir haben nur einen kurzen Zwischenstopp in den Green Mountains gemacht, sind aber auf jeden Fall der Meinung, dass sich ein längerer Aufenthalt lohnen würde.

In den White Mountains haben wir dafür ein wenig mehr Zeit verbracht und sind der Meinung, diese sind auf jeden Fall sehenswert. Mehr Informationen über die White Mountains erhälst du in meinem White Mountains WanderreiseberichtWhite Mountains

4. Der Acadia Nationalpark in Maine

ist der einzige Nationalpark im nordöstlichen Bundesstaat Maine. Wir haben dort drei Tage verbracht und „versucht“ ein wenig zu wandern, was sich so manches Mal als schwierig erwies. So schön dieser Naturpark auch ist, in den Sommermonaten ist er hoffnungslos überfüllt. Wer allerdings zum Indian Summer nach Neuengland kommt, der erlebt sicherlich einen der schönsten Parks des amerikanischen Ostens. Wir finden: Bedingt sehenswert, da sehr überlaufen – aber dennoch landschaftlich reizvoll! Mein Wanderreisebericht Acadia gibt dir einen tieferen Einblick in den Nationalpark.

5. Toronto – Kanada

Die größte Stadt Kanadas ist selbstverständlich ein Reise-Highlight, das man nicht verpassen sollte. Unsere Reiseroute führte uns via Montreal auf dem Trans-Canada-Highway nach Toronto, wo wir einen Besichtigungstag einplanten, was für diese Millionenstadt selbstverständlich viel zu kurz ist. Anyway! Toronto ist eine Stadt, die man gesehen haben sollte. Weitere Infos über Toronto findet ihr hier → Blick auf Toronto von der Fähre aus

6. Niagara Falls in Kanada und den USA

Klar – wer in den Osten der USA reist, kommt an den Niagara Fällen nicht vorbei! Doch lohnen sie sich wirklich? Unbestritten hat der Osten der USA weit weniger landschaftliche Sehenswürdigkeiten zu bieten als der Westen. Die Niagarafälle jedoch sind eines der wenigen Naturschauspiele des Ostens, die auf jeden Fall spektakulär sind, wenn auch touristisch stark überlaufen, was unseren Gesamteindruck ein wenig trübte, da wir kommerzialisierte Sehenswürdigkeiten dieser Art eigentlich nicht so mögen. Sieht man von dem ganzen Kirmesrummel um die Fälle einmal ab und konzentriert sich auf das eigentliche Naturwunder, kann man die Niagarafälle sicher als etwas einzigartiges wahrnehmen. Den schönsten Blick auf die Fälle, die ja eigentlich aus zwei Wasserfällen bestehen, hat man von der kanadischen Seite aus. Als USA-Reisender benötigt man für den Spaziergang zur kanadischen Seite nur seinen Reisepass. Was wir auf jeden Fall empfehlen können sind die Bootstouren zu den Fällen, die sich „Maid of the mist“ nennen, und bei denen man ganz nah an die Wasserfälle ran fährt. Sie werden von kanadischer sowie amerikanischer Seite angeboten. Dieser Bootsausflug ist wirklich ein atemberaubendes (und sehr feuchtes) Erlebnis. Aus unserer Sicht ein Muss. Die kanadischen NiagarafälleDie amerikanischen Niagarafälle

7. Der Freizeitpark Cedar Point in Ohio

Schon vor der Reise wünschten sich unsere Kinder (eigentlich Jugendliche) den Besuch in einem Freizeitpark. Wer mit Kindern in die USA fährt und nicht einen einzigen Freizeitpark oder ein Erlebnisschwimmbad besucht, dem wünsche ich zehn Jahre lang nichts zu Weihnachten. Das wäre ja so als würde man einem armen Hund eine Wurst vor die Nase legen und es ihm verbieten diese zu essen. Kurzum- das geht ja gar nicht! Einen Freizeitpark in den USA zu finden ist nicht wirklich schwer. Ich suchte und fand sehr schnell einen, der den Wünschen unserer Kinder entsprach. Der Cedar Point Park in Sandusky bei Cleveland, Ohio, ist der Freizeitpark mit den meisten Achterbahnen der Welt. Ganze 16 Rollercoaster verschiedenster Art schlängeln und winden sich durch die großzügige Parkanlage an der Küste des Eriesees. Ob es unseren Kindern gefallen hat, das erfahrt ihr in unserem Reisebericht dazu. Aber eines kann ich hier schon verraten. Ich fand ihn toll, und das will bei einem Freizeitparkmuffel schon was heißen. Cedar Point in Sandusky, Ohio

8. Der Shenandoah Nationalpark in Virginia

Als Kontrastprogramm zum kommerziellen Rummel besuchten wir im Süden den Shenandoah Nationalpark in Virginia. Er gilt als einer der schönsten Nationalparks im Osten der USA, was natürlich nicht schwer ist, da es im Osten sehr wenige Naturparks gibt, die diesen Status erhalten haben. Dennoch ist das Naturschutzgebiet in den Blue Ridge Mountains, ganz in der Nähe zu Washington D.C., ein sehenswerter Naturpark, den man nicht verpassen sollte. Über diesen grandiosen Nationalpark habe ich ebenfalls einen Reisebericht verfasst. Shenandoah Nationalpark

9. Assateague Island National Seashore in Maryland und Virginia

Sehr schön fanden wir auch das kleine maritime Schutzgebiet an der Ostküste der Bundesstaaten Maryland und Virginia. Die auf 60 Kilometer langgestreckte Düneninsel ist im Norden und Süden durch einen Damm mit dem Festland verbunden und beherbergt eine Vielzahl von geschützten Tierarten. Auf der Insel lebt eine Herde wilder Pferde, die für den Osten der USA einzigartig ist. Assateague bietet zudem herrliche Badestrände, die für uns die schönsten im Osten der USA waren. Assateague Island

10. Sandy Hook Island in New Jersey

Die Hakeninsel ganz am Rande von New Jersey liegt in der New York Bay und war einst eine amerikanische Militärbasis. Heute befindet sich ganz am Ende dieser, mittlerweile bewohnten, langgezogenen Barriereinsel ein Naturschutzgebiet, das für zahlreiche Vogelarten ein wichtiges Rückzugs- und Brutgebiet darstellt. Wir fanden dieses Schutzgebiet durch Zufall und machten einen Tagesausflug dorthin. Von den mittlerweile verfallenen Militäreinrichtungen werden einige zu touristischen Zwecken wieder aufgebaut. Andere Häuser und Bunker dagegen verfallen zusehends und wirken inmitten der Naturlandschaft etwas spooky. Erstaunlich schön sind die Strände (wenn auch nicht alles ganz sauber ist) und die Natur, die sich langsam das Eiland wieder zurückerobert. Auf Sandy Hook gibt es einen sehr einfachen Campingplatz nur für Zelte, und den wohl eigentümlichsten und fantastischsten Blick auf die Stadt New York City, die genau gegenüber liegt. Blick auf New York von Sandy Hook aus

Und was lohnt sich nun nicht im Nordosten der USA?

Von Virginia aus über Delaware und New Jersey sind wir die komplette Küste hochgefahren und haben dabei fast jeder größeren Stadt einen kleinen Besuch abgestattet. Wirklich gelohnt hat sich für uns keine einzige dieser Retortensiedlungen, welche auf dem Reißbrett entstanden und an der Küste reihenweise hochgezogen wurden. Die Städte an der Ostküste sind dabei nicht zwangsläufig hässlich, in jedem Fall jedoch einfältig und gänzlich ohne jeglichen Charme.  Im Großen und Ganzen sind es große Spielplätze für vergnügungssüchtige Städter, die mit zahlreichem Kirmeskitsch hier ihre Freizeit verbringen möchten. Das Paradebeispiel für die fortschreitende Trostlosigkeit an der Ostküste ist das seit Jahren abgehalfterte Atlantic City, eine Stadt, die selbst mit großen Bemühungen nicht mehr zu altem Ruhm zurückfindet. Schade eigentlich, denn die Küste selbst ist sehr schön. Nur was der Mensch daraus gemacht hat, ist leider keine Augenweide – mehr. Eine der endlosen Strandpromenaden der OstküsteAtlantic City hat seine besten Jahre hinter sich

So, das waren nun unsere persönlichen Reisehighlights im Osten der USA. Kennst du noch Sehenswürdigkeiten im Nordosten der USA? Teile sie mit uns über einen Kommentar! Wir freuen uns natürlich auch über jeden anderen Kommentar zu diesem Beitrag! 

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2 Kommentare

  1. Ja, da gehen meine Neunjährige und ich voll mit – insbesondere zu NYC und Acadia NP. In Maine noch eine Empfehlung ist der Baxter State Park zum Zelten, Kanufahren und Wandern im Sommer bzw. im Blockhaus mit Bollerofen am See abhängen im Herbst.

    • Hi Tobias,
      danke für dein Feedback. Ja, den Baxter State Park hatten wir auch auf dem Schirm. Es scheiterte letztendlich an der abgeschiedenen Lage und der Tatsache, dass in den Park nur Schotterstraßen führen, die wir mit unserem Leihwagen nicht hätten fahren dürfen. Nun ja, alles andere war auch schön. Aber vielleicht schaffen wir den Baxter State Park beim nächsten Mal.

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