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Städtereisen mit Kindern und Jugendlichen – Washington D.C. im Osten der USA

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Das Kapitol in Washington D.C. Bei einer Rundreise durch den Nordosten der USA gehört ein Aufenthalt in der Hauptstadt, dem Herzstück der amerikanischen Kulturgeschichte sowie politisches Machtzentrum, einfach dazu (ob man nun will oder nicht 😉 ). Wir haben uns einen Tag Zeit genommen für Capital City und sind der Meinung, dass es sich durchaus lohnt auch mit Kindern und Jugendlichen einen Tag, oder mehr, in Washington D.C. zu verbringen.

Zunächst einmal fiel uns auf, dass das Stadtzentrum und selbst die U-Bahn-Stationen sehr aufgeräumt, sauber und wohlhabend wirkten, was man sicherlich nicht von jeder amerikanischen Stadt behaupten kann. Der erste Eindruck soll dem Besucher wohl zeigen: „Seht her, es geht uns gut!“ So richtig herausgeputzt ist die Braut jedoch an der Mall, der Nationalpromenade die gleichfalls das politische Machtzentrum repräsentiert.  World War II MemorialAlleine für die Mall sollte man als Besucher mindestens einen Tag einplanen. Bedenkt man, dass sich rund um die Mall über zehn Museen und Galerien aneinanderreihen, die – wie verlockend – alle keinen Eintritt kosten, wird man als Kultur- und Historik-Liebhaber in dieser kurzen Zeit kaum alles sehen können.

Washington MonumentVom Kapitol aus starten wir unsere Besichtigung. Die Mall erstreckt sich vom Kapitol über das Washington Monument, dem World War II Memorial, dem Reflecting Pool bis hin zum Lincoln Memorial. Vom Kapitol aus gesehen liegt das Weiße Haus rechter Hand hinter dem Präsidenten Park und der Tidal See mit weiteren Gedenkplätzen direkt gegenüber. Alleine die Länge der Mall vom Kapitol bis zum Lincoln Museum bemisst sich auf knapp 5 Kilometer. Möchte man alle Memorials der Mall und zusätzlich noch das Weiße Haus sehen, ist man gezwungen mindestens 10 Kilometer und mehr  zurückzulegen. Das solle man ebenfalls bedenken, wenn man mit kleineren Kindern unterwegs ist. Es gibt im Park mehrere Fahrradverleih-Stationen, doch Fahrräder mit Kindersitzen oder gar Kinderanhänger haben wir nicht gesehen.

An unserem Besichtigungstag ist  es leider glühend heiß, sodass unsere Kinder keine große Freude verspüren über die komplette Mall zu laufen. Klar, das Kapitol ist schon beeindruckend, aber was will ich denn am Lincoln Memorial, fragt mich mein Sohn gelangweilt und schon ein wenig genervt. Wir haben uns für diesen Tag zwei Museen vorgenommen. Das National Air and Space Museum und das National Museum of Natural History.

National Air & Space Museum

Das National Air and Space Museum entpuppt sich als Spielwiese für Luftfahrt- und Weltraumfreunde. Schon im Eingangsbereich baumeln beeindruckend zahlreiche Luftschiffe der zivilen Raumfahrt und natürlich auch militärische Kampfjets von der Decke.  Das Museum zeigt alle nur erdenklichen Exponate aus der Geschichte der Luft- und Raumfahrt, von den ersten selbst gebastelten Fluggeräten bis hin zu den neuesten Kampfjets ist alles vertreten. In speziellen Entdeckungsstationen für Kinder werden die Kleinen zum aktiven Spiel animiert. Sie lernen z.B. warum ein Flugzeug überhaupt fliegt, warum der Mensch in den Weltraum fliegen kann und was mit ihm dabei geschieht und vieles mehr. In zahlreichen Simulatoren kann man Flüge und Weltraumspaziergänge unternehmen (kostenpflichtig). Des Weiteren gibt es im National Air & Space Museum ein modernes IMAX-Kino, das verschiedene 3D-Filme rund um das Thema Fliegen und Raumfahrt zeigt (ebenfalls kostenpflichtig). Ein großes Planetarium vervollständigt das National Air & Space Museum, und macht es zu einem Museum, das selbst unsere Kinder begeistern konnte. Auf jeden Fall sehenswert! Im National Air and Space MuseumRaumfahrtexponate im Air and Space MuseumInteraktive Leinwand zum ExperimentierenOhne es auch nur Ansatzweise zu registrieren, verbringen wir mehr als drei Stunden im National Air & Space Museum. Nach einem ungesunden Lunch im dazugehörigen Mc Donald’s ziehen wir weiter. Vorbei am Obelisken, aus dessen Form sich meine Kinder einen Spaß machen, was ich hier nicht näher erläutern möchte, erreichen wir nach dem World War II Memorial und dem Reflecting Pool ziemlich erschöpft das Lincoln MemorialReflecting Pool Lincoln MelorialVon dort aus genießt man einen schönen Blick über den Reflecting Pool, den Obelisken im Zentrum und darüber hinaus zum Kapitol. Bis zum Martin Luther King Memorial können wir unsere Kinder noch überzeugen zu gehen. Weiter um den See zum Franklin Delano Roosevelt und Thomas Jefferson Memorial können wir sie bei dieser Hitze, die mittlerweile herrscht, nicht mehr überzeugen. Ehrlich gesagt ist es auch irgendwann ein mal gut mit den Memorials. Zu viel amerikanische Geschichte schlägt irgendwann aufs Gemüt, oder liegt es wirklich nur am Wetter, dass meine Kinder aktuell ziemlich down sind. Blick vom Lonicoln Memorial zurück zum Kapitol Zu guter Letzt schauen wir noch kurz bei Donald im Weißen Haus vorbei, um zu sehen ob er eine kühle Cola für uns hat – hat er leider nicht – und trotten ziemlich ausgedörrt zurück zum KapitolDas Weiße HausDie Museen rund um die Mall schließen alle zwischen 17.30 Uhr und 18 Uhr. Uns würden somit weniger als eine Stunde für das National Museum of Natural History bleiben. Meine Kinder sind halb am verdursten – zumindest führen sie sich so auf – und haben eigentlich genug vom heutigen Sightseeing Event. Schade, aber manchmal läuft einem das Zeitmanagement einfach aus dem Ruder, und für alles was man auf Reisen plant, reicht die vorhandene Zeit meist sowieso nicht aus. Belassen wir es für heute mit den neuen und interessanten Eindrücken und begeben uns zurück zu unserem Hotel.

Weitere kindgerechte Sehenswürdigkeiten in Washington D.C.

Über weitere Sehenswürdigkeiten für Kinder in Washington D.C. möchte ich euch dennoch informieren und habe einige Links für euch zusammengestellt, damit ihr einen Aufenthalt in Capital City besser planen könnt als mir das gelungen ist:

Was das Museum of Natural History zu bieten hat, seht ihr hier: naturalhistory.si.edu

Im nördlichen Zentrum der Stadt befindet sich der National Zoo, der berühmt und bekannt ist für seine Pandabären: nationalzoo.si.edu

Etwas außerhalb, eigentlich schon in Baltimore, befindet sich das National Aquarium: www.nationalaquarium.com

Kennst du noch Sehenswürdigkeiten für Kinder in Washington D.C. ? Teile sie uns mit! Wir freuen uns natürlich auch über jeden anderen Kommentar zu diesem Beitrag! 

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