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Neuseelands Südinsel – die Marlborough Sounds mit Nelson

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Die Marlborough SoundsMit der Fähre starten wir unsere Reise auf die Südinsel Neuseelands. Die beiden großen Fährunternehmen Interislander und Bluebridge bieten mehrmals täglich Fahrten zwischen den beiden Inseln an. Reservierungen werden überall empfohlen. Wir jedoch, die gerne flexibel unterwegs sind, haben mal wieder keine Reservierung und das große Glück auf die eigentlich überbuchte Fähre als Nachrücker zu kommen. Mit einem gewöhnlichen Mietwagen scheint das immer möglich zu sein, im Gegensatz zum Reisen mit einem Wohnmobil.

Picton erreichen wir nach ca. 3 Stunden ohne die befürchteten Winde und mit ihnen einhergehende Wellen, welche für die Passage durch die Cock Strait berüchtigt sind, womit die Überfahrt in der Regel stürmisch ist. Das wunderschön gelegene Hafenstädtchen Picton ist Ausgangspunkt für zahlreiche Freizeitaktivitäten rund um den Wassersport, die in den vielen Meeresarmen angeboten werden. Und davon gibt es im westlich von Picton gelegenen Marlborough Sounds Maritime Park jede Menge. So sind die wunderschönen Marlborough Sounds unser erstes Ziel auf der Südinsel Neuseelands. In den Marlborough Sounds Die Marlborough Sounds wurden stark von den Eiszeiten geprägt. Die weitverzweigten Meeresarme können mit einem sonnenreichen und milden Klima aufwarten. Eine Wettererscheinung, die man im eigentlich eher regnerischen Neuseeland selten vorfindet. Darum ist der maritime Nationalpark bei Besuchern wie Einheimischen gleichermaßen beliebt. Zahlreiche Wanderwege durchziehen die üppig bewaldeten Fjorde und dazwischen laden immer wieder kleine malerische Strände zum Bootfahren, Baden oder einfach nur zum Faulenzen ein. Die Marlborough Sounds sind mit den kurzen Distanzen und der ruhigen See ein ideales Paddelrevier und daher auch für Kajakanfänger gut geeignet. Ruhige See in den Marlborough SoundsIn den Marlborough Sounds findet man zahlreiche staatliche Campingplätze des DOC (Department of Conservation), mit einfacher Ausstattung, die aber meist in traumhafter Umgebung liegen. Wir schlagen unser Lager für ein paar Tage in den Marlborough Sounds auf und unternehmen Tageswanderungen mit unseren Mäusen. Wer einen Einblick davon bekommen möchte, wie das Wandern mit zwei kleinen Kindern (2 und 4 Jahre) aussehen kann, sollte bei unserem Reisebericht über das Wandern in den Marlborough Sounds einmal vorbei schauen.Farne in den Marlborough Sounds Auf dem Queen Charlotte TrackNeben unseren täglichen Spaziergängen, verbringen wir mit unseren Kindern jede freie Minute des Tages am Meer. Der Sommer zeigt sich auch auf der Südinsel von seiner schönsten Seite, was wir in vollen Zügen genießen. So verbringen wir viel mehr Zeit in den Marlborough Sounds, als wir eigentlich dafür eingeplant hatten. Genießen braucht einfach Zeit!

Wer einige Tage in den Marlborough Sounds verbringen möchte, der sollte seine Vorräte in Picton noch einmal kräftig auffüllen, da die Lebensmittelversorgung im Nationalpark sehr dürftig ist. Über den Queen Charlotte Drive verlassen wir nach einigen Tagen schweren Herzens die wunderschönen Marlborough Sounds. Sie haben es uns wirklich angetan. Über das kleine Hafenstädten Havelock fahren wir durchs Landesinnere Richtung Nelson.Die kleine Hafenstadt HavelockDie quirlige Ortschaft Nelson ist die größte Stadt im Nordwesten der Südinsel Neuseelands. Der beliebte Ferienort wird von den Kiwis liebevoll als „Sunshine Capital“ bezeichnet, hat Nelson doch statistisch gesehen die meisten Sonnenstunden Neuseelands zu bieten. In städtischer Atmosphäre bietet Nelson alles, was das Touristenherz begehrt. Wer von der Einsamkeit der umliegenden Nationalparks nach Nelson kommt, erlebt wahrscheinlich einen urbanen Kulturschock, so konträr wirkt der übervölkerte Ort inmitten neuseeländischer Naturlandschaften. Nelson kann nicht nur mit wunderschönen Badestränden aufwarten, sondern bietet dem Besucher ein vielfältiges Kulturprogramm mit kunsthandwerklichen Galerien, Werkstätten und einer internationalen Gastronomie, wie sie auf Neuseeland in dieser Vielfalt kaum zu finden ist. Der Stadtstrand mit Blick auf die Villen in der NelsonbuchtNelsonNelson eignet sich sehr gut für das Auffüllen der Lebensmittelvorräte, für Geldgeschäfte und andere organisatorische Angelegenheiten, aber auch zum Genießen eines städtischen Flair, welches für Neuseeland wahrlich nicht gewöhnlich ist. Erstaunt stellen wir fest, dass sich in dieser sonnenreichen Bucht viele deutsche Einwanderer niedergelassen haben und es sogar deutsche Bäckereien gibt. Was für ein Segen! Dennoch verweilen wir nur einen Tag in Nelson, kaufen ein und verbringen mit den Kindern einen langen Nachmittag am Strand. Das Beste, was man mit kleinen Kindern unternehmen kann. Weite Sandstrände bei NelsonMut zur Farbe ist in Neuseeland nichts UngewöhnlichesNach Nelson werden wir eine sehr lange Zeit (bis zur Westküste) an keiner großen Stadt mehr vorbei kommen. Mit diesem Bewusstsein ziehen wir weiter Richtung Westen und freuen uns sehr auf die vor uns liegende Einsamkeit der neuseeländischen Nordwestküste.

Begleitet uns weiter auf der Südinsel Neuseelands! Im nächsten Reisebericht entdecken wir den wunderschönen Abel Tasman Nationalpark und den westlichsten Zipfel der Südinsel  Farewell Spit, zwei landschaftliche Highlights der Südinsel.

Weitere Geschichten und Informationen über das Land der langen weißen Wolke findet ihr in meinem Reisehandbuch „Mit Kindern die Welt entdecken“.

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2 Kommentare

  1. Ach wie schön! Erinnerungen werden wach, und die Vorfreude steigt!!!
    LG aus dem hohen Norden,
    Hartmut

    • Danke für deinen Kommentar, Hartmut. Ja mir geht es beim Schreiben auch so, dass ich in Erinnerungen schwelge. Wenn bei dir die Vorfreude steigt, heißt das sicher, dass ihr eine Reise nach Neuseeland plant – oder ?? Wenn es so sein sollte, dann wünsche ich euch ganz tolle Erlebnisse im wohl schönsten Reiseland der Welt.

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