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Fyn und Südjütland

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Bitte die herrliche Ruhe nicht stören!

Bitte die herrliche Ruhe nicht stören!

Wir befinden uns jetzt wenige Kilometer vor Fåborg. Das Wetter ist heute, am 16. Reisetag, wieder einigermaßen schön, das heißt, es regnet ausnahmsweise nicht. Mittlerweile sind wir schon mit einem wolkenverhangenen Tag zufrieden.

Am gestrigen Abend sind wir, nachdem wir wieder ein bisschen trocken waren, bei leichtem Regen zum nächsten Campingplatz gefahren. Die nette alte Dame hat für uns zuvor beim Platzbetreiber angerufen, damit wir keine weitere Überraschung erleben mussten.

Unser Baby hat die Aufregung von gestern ganz gut weggesteckt und schläft heute auf der kurzen Strecke nach Fåborg so friedlich, als wäre nichts gewesen. Dort angekommen lichten sich die Wolkenberge und die Sonne scheint sich bei uns für ihr gestriges Fernbleiben entschuldigen zu wollen. In einem Supermarkt kaufe ich noch ein paar notwendige Kleinigkeiten ein, bevor wir weiter nach Bøden zum Fährhafen fahren. Der  Sonne scheint wirklich ein sehr schlechtes Gewissen zu haben, denn es wird ein richtig schöner und heißer Tag. Heute können wir die Landschaft und das Radeln wieder richtig genießen. Der gestrige Tag ist schon fast vergessen.

Gegen Mittag erreichen wir den Fährhafen. Dort treffen wir auf mindestens zwanzig deutsche Jugendliche, die ebenfalls mit dem Rad in Dänemark unterwegs sind. Sie staunen nicht schlecht über unser Gefährt, und vor allem darüber, dass ein Baby darin sitzt.

Die letzten Tage in Dänemark

Eine Stunde später setzt die Fähre nach Fynshav über. Wir verabschieden uns von dem netten  Radlertrupp und entfernen uns vom Ostseeküstenradweg. Unser heutiges Ziel ist Nordborg im Norden der Insel »Als« gelegen. Wir haben noch einen Radeltag zur Verfügung und fahren deshalb einen kleinen Umweg, bevor es zurück ans Festland und nach Flensburg geht.

Ein perfekter Tag an der Nordsee.

Ein perfekter Tag an der Nordsee.

Während der Nacht haben sich dicke Wolken übers Land gelegt. Am Morgen sieht alles grau in grau aus. Auch ist es wieder sehr kalt geworden und ein kräftiger Wind bläst aus westlicher Richtung. Das Wetter ändert sich hier schneller, als man sich dessen anpassen kann. So haben wir es heute Morgen auch nicht eilig und frühstücken im windstillen und warmen Aufenthaltsraum des komfortablen Campingplatzes. Bis zur Fähre sind es nur 14 Kilometer, die wir dennoch nur mit Mühe zurücklegen. Mit kräftigem Gegenwind verpassen wir die Fähre natürlich zum letzten Mal. Nachdem wir aufs Festland übergesetzt haben, fahren wir vom kleinen Fährhafen Ballebro durchs Landesinnere nach Gråsten. Dort treffen wir wieder auf den Ostseeküstenradweg. Nach dem Mittagessen besichtigen wir noch das schöne Schloss der Stadt und begeben uns dann auf die Rückreise nach Flensburg. Die letzten fünfundzwanzig Kilometer lässt der starke Westwind allmählich nach. Oder bilde ich mir das nur ein? Glücklich und erschöpft erreichen wir am frühen Nachmittag den Ausgangspunkt unserer Reise. Ein bisschen Wehmut kommt auf, als wir alles verstauen. Eine Fahrradreise mit vielen schönen und manchen weniger schönen Erlebnissen ist wieder einmal zu Ende. Im Anschluss haben wir noch drei Entspannungstage auf Rømø geplant, doch für mich ist diese Reise hier zu Ende.

Anmerkung von Paul: Wenn ich an die letzten Tage denke, fällt mir auf, dass meine Eltern noch lange keine erfahrene Reiseeltern sind. Das schlechte Wetter hat sie völlig aus der Fassung gebracht. Sie sind noch nicht so routiniert beim Reisen wie ich. Denn mir hat der ganze Regen überhaupt nichts ausgemacht. War es doch in meinem Anhänger immer schön trocken und warm.

Aber: Nobody is perfekt – just me! 

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2 Kommentare

  1. Wirklich netter Reisebericht. Besonders die Kommentare des kleinen Paul fand ich süß. Wir planen im nächsten Jahr ebenfalls eine Radtour in Dänemark und ich bin dankbar für jede Information.

    • Danke Claudia für deinen Kommentar.
      Uns hat es damals in Dänemark gut gefallen, trotz der kleinen Probleme, die wir hatten. Am wichtigsten ist eine wetterfeste Ausrüstung. Der Rest ergibt sich dann von selbst, und das Wetter kann man ja bekanntlich nicht ändern – nur hinnehmen.

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