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Mit Kindern die Welt entdecken

Adelaide und das Barossa Valley

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 Adelaide und Umgebung mit Barossa Valley

Die Küstenstadt Adelaide am Saint Vincent Golf ist Hauptstadt des Bundesstaates South Australia. Die aus neunzehn Regierungsbezirken bestehende Millionenstadt verdankt ihren Metropolstatus der Eingemeindung von 250 Ortschaften, die um den eigentlichen Ortskern von Adelaide herum angesiedelt sind. Der eigentliche Stadtkern mit knapp 18.000 Bewohnern würde Adelaide nicht zu einer Großstadt erheben. Wir haben die Hauptstadt Südaustraliens kennen und lieben gelernt. Hat sie doch viel mehr von einer heimeligen, gemütlichen Kleinstadt, als von einer städtischen und hektischen Megacity.

Adelaide

Das angenehmste in Adelaide ist der überaus komfortable Campingplatz am West Beach. Nach zwei Wochen spärlich duschen auf Kangaroo Island fühlen wir uns auf dem noblen (aber nicht ganz billigen) Campingplatz wie in einem fünf Sterne Hotel. Glücklicherweise ist der Luxusplatz für uns bezahlbar, da die Kinder noch nichts extra kosten.

Zelten unter Palmen in Adelaide

Es gibt tatsächlich alles was Camperherzen und Eltern mit kleinen Kindern begehren: Kochküchen, Familienbäder, Swimming pools für Große und Kleine, Spielplätze und eine Indoor Spielhalle (die wir aufgrund des guten Wetters gar nicht nutzen wollen.) Na ja, was soll ich noch viel schwärmen ohne in Gefahr zu laufen der Schleichwerbung bezichtigt zu werden. Länger als geplant schlagen wir deshalb unser Lager in Adelaide auf und erkunden die Stadt und ihre nähere Umgebung.

Spielplatz auf dem Campingplatz

swimming pool für die Kleinsten

 Sehr sehenswert ist der Cleland wildlife park. Dort dürfen die Kinder Kängurus füttern (von denen die meisten leider gar keinen Hunger haben) und Koalabären aus nächster Nähe betrachten. (Für´s Streicheln war es bei unserem Aufenthalt damals leider zu heiß. Es wurde erklärt, dass dies die Tiere zusätzlich stressen würde. Sehr gut! Denn das zeigt, dass man den Schutz der Tiere hier durchaus ernst nimmt.) Neben zahlreichen anderen Beuteltieren und Wasservögeln beherbergt der Park ein sehr interessantes Schlangen- und Reptilienhaus. Hier können wir die giftigsten Schlangen und auch Spinnen Australiens aus nächster Nähe betrachten, was uns Erwachsene mehr als einen Schauer über den Rücken jagt. Gott sei Dank war das auf unserer gesamten Australienreise die einzige nähere Begegnung mit diesen durchaus interessanten Tieren.

Cleland Wildlife Park

Känguru-Naschtüte

Koalabären im schützenden Schatten

Von unseren australischen Freunden lassen wir uns überreden, die etwa dreißig Kilometer südlich von Adelaide gelegene erste deutsche Siedlung Australiens namens Hahndorf zu besuchen. Solche, von der Tourismusindustrie am Leben gehaltenen – man kann fast schon sagen – Enklaven sind für den Touristen, der die Nationalität besitzt, welche das betreffende Dorf verkörpert, ja immer ein ganz besonderer Spaß.

Hahndorf

Deutsches Cafe in Hahndorf

Die treibende Kraft für die Ansiedlung der ersten Immigranten aus good old Germany war der Sylter Kapitän Dirk Meinert Hahn. Aus Dankbarkeit bei der Suche nach geeignetem Land ernannten die ersten Siedler den Kapitän zum Gründungsvater und gaben der Stadt den Namen Hahndorf. Heute versucht man das historische Erbe aufrecht zu erhalten und typisch deutsche Traditionen zu pflegen. Leider ist – wie so oft – der Grat zwischen Tradition und Kitsch auch hier sehr schmal. Die starke Kommerzialisierung der durchaus hübschen Kleinstadt ist für den mittelprächtig interessierten Touristen unübersehbar. Unser Fazit: Hahndorf ist schön, sehenswert, in deutschen Augen allerdings ein bisschen übertrieben „Deutsch“ aber keinesfalls touristisches Muss.

Häuser aus der Gründungszeit

Deutscher Souveniershop

Was als typisch Deutsch gilt ist wohl weltweit gleich: Bier, Bier und nochmal Bier. Und nicht zu vergessen immer in Verbindung mit dem berühmten Hofbräuhaus und München.

Deutsches Hotel und Wirtshaus

Ein weiteres lohnenswertes Ausflugsziel von Adelaide aus ist das ca. 70 Kilometer nordöstlich der Stadt gelegene Barossa Valley. Mit ca. 10.000 Hektar ist es zwar nicht das größte Weinanbaugebiet Australiens, von seiner historischen Bedeutung für den Weinbau in Australien her allerdings das bekannteste.

Weinreben zwischen Palmen Barossa Valley

Mit Blick ins Tal

Im Barossa Valley findet man viele – für Australien eher untypische – Gebäude europäischer Architektur der verschiedensten Epochen.

Die Römer in Australien ?

Jugendstil bei Seppeltsfield

Die Gegend um das Baossa Valley ist durch seine zahlreichen Einwanderer aus Europa (hauptsächlich aus England und Deutschland) sehr europäisch geprägt. Die Weinkellerei Seppeltsfield, von einem deutschen Einwanderer gegründet, zählt heute zu den größten Weinkellereien Australiens.

Bei Seppeltsfield zu Besuch

Fünf Weinproben später machen wir uns auf den Weg zurück nach Adelaide. Reichlich abgefüllt mit Traubensaft schlummern unsere kleinen Weinkenner ebenso selig wie mein trinkfester Partner neben mir. Die einzige, die nichts von diesem schönen Ausflug hatte war natürlich wieder einmal meine Wenigkeit. Dafür bin ich die einzige, die sich auf der Rückfahrt an der Schönheit der Landschaft berauschen kann.

Straße im Barossa Valley

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