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10 Tipps wie eine Radtour mit Kindern gelingt

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Tipp 1: Das geeignete Transportgerät für den Nachwuchs wählen und vor der Tour testen

Es gibt zahleiche Möglichkeiten seinen Nachwuchs auf Radreisen zu unterstützen. Sehr wenige Kinder unter acht Jahren bewältigen eine komplette Radtour aus eigener Kraft. Die meisten benötigen sogar noch länger die Unterstützung der Eltern. Wir haben sehr viele Transportvarianten für Kinder getestet und haben dabei so manche unangenehme Erfahrung machen müssen. Wer ein neues Transportgerät für seine Kinder gekauft oder geliehen hat – sei es eine Tandemstange oder ein Radmitläufer – der sollte diese zunächst auf Tagestouren zuhause testen (mit Gepäck!). Es macht nämlich einen gehörigen Unterschied, ob man mal eben einen kleinen Ausflug ohne Gepäck unternimmt, oder über mehrere Tage und Wochen mit voller Beladung bei allen Möglichen Bedingungen unterwegs ist. Wir haben aus unseren Fehlern gelernt und können nur bestätigen, dass eine erfolgreiche Radtour mit Kindern in hohem Maße davon abhängt, wie zufrieden man mit dem Transportgerät ist, das man zur Unterstützung der Kinder dabei hat. Nur mit dem richtigen Gefährt macht eine Radreise Spaß

Tipp 2: Die richtige (Regen-)Kleidung für Kinder dabeihaben

Ähnlich verhält es sich mit der Kleidung für Kinder, die man vor einer Reise auf ihre Funktionseigenschaften getestet haben sollte. Lange haben wir für unsere Kinder auf klassische Funktionskleidung verzichtet und das Bekleidungsprinzip angewandt, welches in zahlreichen Waldkindergärten schon seit Jahren erfolgreich getestet wird. Eine klassische Matsch-und-Buddel-Hose plus wasserdichter Regenjacke und Gummistiefel sind für mich auf Radtouren mit Kindern ein Muss. Das macht eine regnerische Radtour zwar nicht schöner, aber um Welten angenehmer für die Kinder. Damit sie auch morgen noch Spaß am Radeln haben, mit trockener Kleidung. Regenkleidung ist ein Muss

Tipp 3: Ein Abwechslungsreicher Tourenverlauf, statt eintönige Radelstrecken

Für Kinder ist das Radeln nicht immer ein Spaß. Vor allem dann nicht, wenn sie den ganzen Tag endlos erscheinende oder langweilige Radstrecken, auf denen sich kaum etwas ändert, bewältigen müssen.  Aufregend dagegen sind Streckenverläufe, bei denen es immer mal wieder Änderungen des Weges oder des Wegverlaufes gibt. Fahrunterbrechungen in Form von Fähren, Staustufen, oder Bahnübergänge bereiten – so banal das klingt – dem Nachwuchs eine willkommene Abwechslung im Tagesverlauf. Ebenfalls sehr beliebt sind anspruchsvolle Waldwege, aussichtsreiche Bergstrecken oder auch imposante Brückenübergänge. Eben alle Radstrecken, bei denen sich immer wieder kurzfristige und interessante Änderungen bzw. Unterbrechungen ergeben. Gelungene Abwechslung auf Radtouren

Tipp 4: Pausenzeit ist Spielplatzzeit

Wer mit Kindern radelnd unterwegs ist, muss sich an den Gedanken gewöhnen jede Pause auf irgendeinem Spielplatz zu verbringen. Sonst wird das nix! Wir „mussten“ auf unseren Radtouren unzählige Spielplätze besuchen, um den Familienfrieden während einer Radtour zu wahren. Eigentlich es ist ja selbstverständlich und sehr vernünftig für die täglichen Pausen einen Spielplatz zu wählen. Den Kindern bereitet man damit eine große Freude und selbst kann man ebenfalls ein wenig Ruhe und Entspannung genießen. Meist gibt es Tische und Bänke an denen man wunderbar picknicken kann. Was gibt es Schöneres! Also, ich kenne kein einziges Restaurant, dass mit dieser Option bei Kindern konkurrieren könnte. Höchstens vielleicht das mit dem großen, goldenen M. Ein Spielplatz ist der beste Platz für Pausen

Tipp 5: Die helfende Hand, wenn nichts mehr geht

Unsere Kinder fuhren schon recht früh ihre Radtouren alleine ohne Anhängemöglichkeit. Aufgrund unserer teilweise schlechten Erfahrungen damit wählten wir lieber eine eher klassische Methode unseren Kindern die täglichen Radeletappen zu erleichtern. Wenn die Kraft der Kleinen nachließ wurden sie nicht gezogen, sondern geschoben. Dies war insofern praktisch, da wir keinerlei zusätzliche Gerätschaften benötigten, und in der Praxis erwies sich diese unkonventionelle Methode als sehr flexibel und effektiv, sowie aus unserer Sicht – mit etwas Übung, versteht sich – als absolut risikoarm. Somit konnten wir schon sehr früh mit unseren Kindern lange Tagesetappen bewältigen, bei denen unsere Kleinen danach immer sehr stolz auf sich selbst waren, diese „alleine“ geschafft zu haben. Das stärkte ihr Selbstbewusstsein und die Freude am Radeln. Ein gut eingespieltes Team

Tipp 6: Flexibler Gepäcktransport schafft Erleichterung und erhält die gute Laune

Eine weitere Erleichterung für die Kleinen – die vor einer Radtour mit Kindern überlegenswert ist – ist es, die Gepäcktaschen der Kinder während einer Tour übernehmen zu können. Unsere Kinder wollten schon sehr früh mit eigenen Radtaschen fahren, konnten dabei aber noch lange nicht ihre eigenen Kräfte vorausschauend einschätzen. Selbst ihre kleinen Taschen mit wenig Gewicht wurden dabei ab und an zu einem schwerwiegenden Problem. Für diese Fälle hatte ich immer einen leeren Lowrider an meinem Fahrrad, damit ich die Taschen eines Kindes übernehmen konnte, sobald die Kräfte es verließen. So ganz ohne Gepäck ließ es sich viel entspannter radeln, wie man sieht. Ohne Gepäck ist es ja sooo entspannend

Tipp 7: Kuschelige Radel-Freunde sind sehr wichtig

Na ja, bei diesem Punkt muss ich mich mit meiner Meinung wohl eher zurückhalten und versuchen meine Kinder irgendwie zu verstehen. Für sie war es immer sehr wichtig, dass sie möglichst viele kuschelige Freunde dabei hatten, denen sie die große weite Welt zeigen konnten. Somit waren die Radtaschen meiner Kinder – aus meiner Sicht vollkommen sinnbefreit – immer vollgestopft mit Kuscheltieren, die nach einer Tour meistens so schmutzig waren, dass sie trotz mehrmaligem Waschen kaum noch richtig sauber wurden. Meine Tochter trieb den ganzen Spaß noch auf die Spitze indem sie darauf bestand, während der Fahrt mit ihren flauschigen Genossen Zwiegespräch halten zu können, was mein Mann kurzerhand möglich machte. Zu meiner Verwunderung etablierte sich dieser Transport der Kuscheltiere, reduzierte dabei ihre Menge, und hielt die Kinder stundenlang bei Laune bzw. bei der Lenkerstange. 

Tipp 8: Schlechter Laune und Geschwisterstreitigkeiten mit Gelassenheit begegnen

Vieles lässt sich planen und mit einer guten Planung lassen sich viele Schwierigkeiten beseitigen. Ist man mit mehreren Kindern unterwegs gibt es jedoch immer eine bestimmte Sache, die man weder planen noch so einfach beseitigen kann – und zwar Geschwisterstreitigkeiten. Damit wird man unterwegs leider leben müssen. Solange sich diese Rangeleien in bestimmten Grenzen halten, sollte man darauf gelassen reagieren. Es hilft ja nichts, wenn man sich selbst ebenfalls zerfleischt ob der Unreife der Kinder. Selbst ein gutes Beispiel sein, gelassen und hilfsbereit, die Streitigkeiten zu einem Ende zu bringen, sind die richtigen Verhaltensweisen kluger Eltern. Eingreifen kann man ja immer noch, indem man die Streithähne einfach trennt und in verschiedenen Gruppen fährt. Das bringt Entspannung in die Radtour – ganz sicher! Geschwisterstreitigkeiten sind normal auf Radtouren

Tipp 9: Eis, Eis und noch mehr Eis – der tägliche süße Gute-Laune-Spender

Der Kalorienverbrauch ist auf einer Radtour immer sehr hoch. Wie erhalte ich da die Energie (und die Laune) bei Kindern während einer Radtour aufrecht? Selbst wenn meine Meinung vielleicht bei manchen ernährungsbewussten Eltern nicht so gut ankommt, so gebe ich sie dennoch kund. Ich stehe meinen Kindern unterwegs gerne mehr süße Freuden zu als zuhause. Insofern halte ich es für vertretbar zuckerhaltige Lebensmittel während einer Tour (fast!) uneingeschränkt zuzulassen. Warum nicht jeden Tag ein Eis, eine Tüte Gummibärchen oder eine Tafel Schokolade? Kinder müssen auf einer Radtour sehr viel Energie aufbringen, sodass sie von diesen Lebensmitteln in dieser kurzen Zeit nicht dick werden (vorheriges Normalgewicht vorausgesetzt). Meine Kinder haben sich immer sehr über diese ungewohnte Großzügigkeit unsererseits gefreut und einen Eisbecher mit großem Vergnügen verspeist. Wer schlau ist, der verbindet die süße Versuchung mit gesundem Obst, damit das schlechte Gewissen ein wenig beruhigt ist. Das ist auf jeden Fall eine sehr einfache Möglichkeit eine Radtour für Kinder zu etwas Besonderem zu machen, auf das sie sich jedes Jahr aufs Neue freuen. Ein Eis hebt die Laune

Tipp 10: Nicht der Weg ist das Ziel – ein „richtiges“ Ziel ist die (an)treibende Kraft

Für alle, die ihre Kinder zu einer Radtour motivierten wollen, gibt es eine absolut sichere Methode, die immer hervorragend funktioniert: Ein cooles Ziel auf das die Kinder sich so richtig freuen können. Das kann ein Freizeitpark sein, ein Erlebnisschwimmbad, ein Zoo, ein Aquarium, ein Kindermuseum, der Besuch eines Musicals, eine Kletterhalle, ein Indoorspielplatz…… einfach irgendetwas, bei dem man genau weiß, dass es den Kindern auf jeden Fall Spaß macht. Damit kriegt man sie immer – versprochen!Ein Freizeitpark ist ein super Ziel für eine Radtour
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